CDU-Südbaden unterstützt Hauptschulkonzept von Kultusminister Helmut Rau
Die Hauptschule ist unverzichtbarer Teil unseres Schulwesens.
Der Arbeitskreis Schule und Bildung der CDU Südbaden, der sich aus 50 Pädagogen aus allen Schularten zusammensetzt, begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, das dreigliedrige Schulsystem zu erhalten und die Hauptschulen mit einem Gesamtpaket in Höhe von 26 Mio. EUR jährlich zu stärken. „Das gegliederte Schulwesen ist am besten geeignet, die unterschiedlichen Begabungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder aufzunehmen und junge Menschen individuell zu fördern“, verdeutlicht der südbadische CDU-Bildungsarbeitskreis-Vorsitzender Helmut Kleinböck.
Der Arbeitskreis Schule und Bildung vertritt nachdrücklich, dass die Hauptschule und das dreigliedrige Schulsystem erhalten bleiben müssen. Eine Zusammenlegung von Hauptschulen und Realschulen löst die diskutierten Probleme nicht. Anstatt eine Schulart schlecht zu reden, sollte man auf die Stärken der Hauptschule bauen und nicht mit dem Herbeireden der „Zukunftslosigkeit“ der Hauptschule Eltern wie Lehramtsanwärter verunsichern. Bei vielen Handwerks-, Industrie- und Dienstleistungsbetrieben sind Hauptschulabsolventen gefragte Auszubildende und Arbeitskräfte. Auch sieht der Arbeitskreis in der ideologisch geführten Neudiskussion um die Hauptschule einen demotivierenden Umgang mit den Schülerinnen und Schülern. Hauptschullehrkräfte und -rektoren im Arbeitskreis berichten von der Leistungsbereitschaft und dem praktischen Können ihrer Schülerschaft.
Darüber hinaus erachtet der Arbeitskreis die Berichterstattung der Medien als unzureichend. Für die jungen Menschen in Baden-Württemberg ist die Hauptschule keine Sackgasse! Die Durchlässigkeit des baden-württembergischen Schulsystems insbesondere über die beruflichen Schulen, die auch die PISA-Studie lobt, verhilft einer Vielzahl von Hauptschulabsolventen zum Bildungsaufstieg. 45% erreichen in Beruflichen Vollzeitschulen (z.B. Wirtschaftsschule) oder der Werkrealschule die Mittlere Reife. „Gleichgestellt mit Realschulabgängern steht anschließend der Erwerb von Fachhochschulreife (Berufskolleg) oder Abitur (Berufliches Gymnasium) offen“, erklärt Helmut Kleinböck, der als Oberstudiendirektor ein Berufsschulzentrum leitet.
So weist die Hälfte aller baden-württembergischen Hochschulzugangsberechtigten kein Abitur eines allgemeinbildenden Gymnasiums nach. Leider wird die funktionierende Durchlässigkeit im Bildungssystem Baden-Württembergs von den Hauptschulkritikern ignoriert. Ebenso wie die Tatsache, dass Baden-Württemberg die niedrigste Zahl an Abgängern ohne Schulabschluss in Deutschland und die niedrigste Quote an Jugendarbeitslosigkeit in Europa vorzuweisen hat. Auch ein Erfolg der Hauptschule und des gegliederten Schulwesens!

